Sichtbarkeit ist kein Zufall – Was das Para-Ka...
Sichtbarkeit ist kein Zufall – Was das Para-Karate von anderen Nischensportarten lernen kann
Sichtbarkeit ist kein Zufall – Was das Para-Karate von anderen Nischensportarten lernen kann
7. Juni 2026
Vor kurzem bin ich auf ein Reel von Alexander Friedrich (alexikon_official) gestoßen. Seine Kernaussage war einfach und gleichzeitig unbequem: Nicht die Sportart ist das Problem. Das eigentliche Problem ist die fehlende Sichtbarkeit.
Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr bin ich überzeugt, dass diese Aussage auch auf das Para-Karate zutrifft – in Deutschland ebenso wie international. Dabei geht es nicht darum, die sportliche Qualität zu bewerten. Im Gegenteil. Im Para-Karate gibt es Europameister, Weltmeister, nationale Titelträger und Athleten, die über Jahre hinweg auf höchstem Niveau trainieren und kämpfen. Es gibt Geschichten von Leidenschaft, Disziplin und persönlicher Entwicklung. Geschichten, die Menschen inspirieren können.
Trotzdem bleibt die öffentliche Wahrnehmung oft überschaubar.
Warum?
Weil Sichtbarkeit nicht von allein entsteht.
Leistung allein reicht nicht
Jeder versteht, dass sportlicher Erfolg Training erfordert. Niemand erwartet, ohne Training Deutscher Meister, Europameister oder Weltmeister zu werden. Bei der Öffentlichkeitsarbeit scheint dagegen manchmal die Vorstellung zu existieren, dass Aufmerksamkeit automatisch entsteht, wenn die Leistung stimmt. Doch genau das passiert nicht. Leistung schafft Inhalte. Sichtbarkeit schafft Wirkung. Eine Medaille ist eine großartige sportliche Leistung. Aber wenn niemand davon erfährt, bleibt ihre Wirkung begrenzt.
Ein Sponsor investiert selten ausschließlich in Ergebnisse. Ergebnisse sind wichtig. Sie schaffen Glaubwürdigkeit.
Entscheidend ist jedoch die Frage:
Erreichen diese Leistungen überhaupt Menschen?
Sichtbarkeit bedeutet Arbeit
Hinter jeder erfolgreichen Öffentlichkeitsarbeit stehen Menschen, die bereit sind, Zeit und Energie zu investieren.
Menschen, die:
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Fotos machen
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Videos produzieren
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Beiträge schreiben
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Social-Media-Kanäle pflegen
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Sponsoren ansprechen
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Netzwerke aufbauen
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Veranstaltungen besuchen
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Geschichten erzählen
Genau dieser Aufwand wird häufig unterschätzt.
Öffentlichkeitsarbeit findet nicht auf der Tatami statt.
Sie beginnt dort, wo Training und Wettkampf enden.
Warum das für das Para-Karate wichtig ist
Aus meiner Sicht ist Öffentlichkeitsarbeit heute kein Zusatz mehr.
Sie ist ein Bestandteil der Sportentwicklung.
Denn Sichtbarkeit schafft:
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Reichweite
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Aufmerksamkeit
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neue Kontakte
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neue Athleten
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neue Vereine
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politische Wahrnehmung
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wirtschaftliche Möglichkeiten
Und genau daraus entstehen langfristig Chancen. Nicht nur für einzelne Sportler. Sondern für die gesamte Sportart. Deshalb spreche ich dieses Thema seit Jahren immer wieder innerhalb des Para-Karate-Bereichs an – bei Athleten, Betreuern und Funktionären. Nicht, weil jeder zum Influencer werden muss.
Sondern weil jeder einen kleinen Beitrag leisten kann.
Ein Trainingsfoto.
Ein Wettkampfbericht.
Ein Blick hinter die Kulissen.
Ein Dank an Unterstützer.
Oft sind es genau diese kleinen Dinge, die am Ende Sichtbarkeit schaffen.
Sponsoring beginnt mit Wahrnehmung
Meine eigene sportliche Laufbahn wäre ohne Unterstützung von Unternehmen nicht möglich gewesen. Deshalb möchte ich an dieser Stelle ausdrücklich meinen langjährigen Partnern danken:
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EDEKA Koch
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SBJ Sportland
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Kollektiv Design
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Auto-Scholz-AVS
Diese Unternehmen haben mich über viele Jahre begleitet und unterstützt. Sie haben nicht nur einen Athleten unterstützt. Sie haben eine Idee unterstützt. Die Idee, dass Leistung, Sichtbarkeit, gesellschaftliche Teilhabe und sportliche Entwicklung zusammengehören.
Gerade deshalb zeigt sich auch, wie wichtig Öffentlichkeitsarbeit ist. Partnerschaften entstehen selten zufällig. Sie entstehen, wenn Menschen miteinander ins Gespräch kommen. Wenn Vertrauen wächst. Wenn Unternehmen erkennen, wofür ein Athlet, ein Verein oder eine Sportart steht.
Die langfristige Perspektive
Die Zukunft des Para-Karate entscheidet sich nicht ausschließlich durch Wettkampfergebnisse. Sie entscheidet sich auch durch die Frage, wie sichtbar wir als Sportart werden.
Wer langfristig wachsen möchte, braucht:
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Athleten
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Vereine
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Trainer
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Förderer
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Sponsoren
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gesellschaftliche Aufmerksamkeit
All das entsteht nicht automatisch. Es entsteht durch kontinuierliche Arbeit.
Fazit
Die Aussage von Alexander Friedrich trifft aus meiner Sicht einen entscheidenden Punkt: Die größte Herausforderung vieler Nischensportarten ist nicht die fehlende Qualität. Die größte Herausforderung ist die fehlende Sichtbarkeit.
Das gilt auch für das Para-Karate. Leistung bleibt die Grundlage. Aber erst Kommunikation, Netzwerke und Öffentlichkeitsarbeit sorgen dafür, dass diese Leistung wahrgenommen wird.
Oder anders gesagt:
Leistung schafft den Inhalt. Sichtbarkeit schafft die Zukunft.
Die Frage ist deshalb nicht, ob Öffentlichkeitsarbeit wichtig ist. Die Frage ist, wer bereit ist, die Arbeit zu leisten, die außerhalb der Wettkampfhalle beginnt.


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