Sieg bei den 12. International Eichsfeld Open ...
Sieg bei den 12. International Eichsfeld Open – ein guter Wettkampf zum richtigen Zeitpunkt
Sieg bei den 12. International Eichsfeld Open – ein guter Wettkampf zum richtigen Zeitpunkt
13. September 2026
Am vergangenen Wochenende standen für mich die 12. International Eichsfeld Open auf dem Programm. Für mich war das Turnier nicht nur eine weitere Gelegenheit, meine aktuelle Form unter Wettkampfbedingungen zu überprüfen. Ich hatte mir auch ganz bewusst vorgenommen, mit Sochin und Jion zwei Katas zu zeigen, die für mich momentan aus unterschiedlichen Gründen wichtig sind.
Am Ende konnte ich mich in der Para-Karate-Kategorie K31 durchsetzen und den ersten Platz erreichen. Mit den beiden gezeigten Katas und den erreichten Wertungen bin ich zufrieden – gleichzeitig nehme ich aus dem Wettkampf einige wichtige Erkenntnisse für die kommenden Wochen mit.
Sochin und Jion bewusst ausgewählt
Mit Sochin habe ich momentan einen sehr guten Lauf. In den vergangenen Monaten ist es mir zunehmend gelungen, stärker an der Verbindung zwischen meinem Rollstuhl und der eigentlichen Kata zu arbeiten.
Genau diese Verbindung ist für mich ein wichtiger Punkt. Die Techniken sollen nicht einfach nur aus einer sitzenden Position heraus ausgeführt werden. Rollstuhl, Bewegungen und Kata müssen möglichst als Einheit erkennbar werden. Daran arbeite ich im Training und genau das wollte ich auch im Wettkampf zeigen.
Mit Jion habe ich dagegen bewusst eine Kata ins Programm genommen, die bei meinen Wettkämpfen in diesem Jahr etwas zu kurz gekommen ist. Gerade deshalb war es mir wichtig, sie wieder unter Wettkampfbedingungen zu zeigen.
Die Eichsfeld Open waren damit eine gute Gelegenheit, beide Katas in einer echten Wettkampfsituation abzurufen.
Zwei Runden mit stabilen Wertungen
In meiner Kategorie K31 männlich gingen insgesamt vier Athleten an den Start. Neben mir waren Pascal Sessalmann, Johannes Barth und Philipp Pötzl dabei.
In der Vorrunde startete ich mit Sochin und erhielt dafür 24,20 Punkte. Damit gewann ich meinen Pool vor Philipp Pötzl, der mit Heian Nidan 20,80 Punkte erreichte.
Im anderen Pool setzte sich Pascal Sessalmann mit 19,10 Punkten gegen Johannes Barth mit 18,70 Punkten durch. Damit stand das Finale zwischen Pascal und mir fest.
Für das Gold Medal Match kam dann Jion zum Einsatz. Mit 24,30 Punkten konnte ich meine Wertung aus der Vorrunde noch einmal leicht steigern und das Finale für mich entscheiden. Pascal erreichte mit Heian Shodan 20,50 Punkte.
Damit stand am Ende der erste Platz bei den 12. International Eichsfeld Open fest.
Nicht nur das Ergebnis zählt
Natürlich freue ich mich über den Sieg. Für meine eigene sportliche Bewertung ist aber nicht allein entscheidend, welche Platzierung am Ende in der Ergebnisliste steht.
Die beiden Runden waren auch deshalb interessant, weil ich mit Sochin und Jion unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt habe. Bei Sochin geht es für mich derzeit darum, die Verbindung zwischen Rollstuhl und Kata weiterzuentwickeln. Bei Jion war es wichtig, die Kata nach weniger Wettkampfeinsätzen in diesem Jahr wieder unter Druck abzurufen.
Dass beide Katas mit 24,20 beziehungsweise 24,30 Punkten sehr nah beieinander bewertet wurden, ist dabei eine interessante Rückmeldung.
Wettkämpfe liefern mir genau solche Erkenntnisse. Im Training kann vieles funktionieren – auf der Tatami zeigt sich dann, was unter Wettkampfbedingungen tatsächlich abrufbar ist.
Noch ein Turnier in diesem Jahr
Viel Zeit zum Zurücklehnen bleibt nicht. Bereits am 3. Oktober stehen die Chemnitz Open an. Nach aktuellem Stand werden sie voraussichtlich mein letztes Turnier in diesem Jahr sein.
Bis dahin bleiben knapp vier Wochen, um weiter an den Details zu arbeiten und die Erkenntnisse aus Heiligenstadt mit ins Training zu nehmen.
Der Sieg bei den Eichsfeld Open ist dafür ein guter Zwischenstand. Entscheidend ist für mich aber nicht, ihn einfach abzuhaken, sondern das mitzunehmen, was auf der Tatami funktioniert hat – und an dem weiterzuarbeiten, was noch besser werden kann.


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