Dresden Open 2026: Karate, Para-Karate und ein...

Dresden Open 2026: Karate, Para-Karate und ein neues Kapitel im Wettkampfsport

Dresden Open 2026: Karate, Para-Karate und ein neues Kapitel im Wettkampfsport

Am letzten Januarwochenende 2026 fanden die Dresden Open statt – ein Turnier, das für viele Athletinnen und Athleten traditionell den Auftakt in das neue Wettkampfjahr markiert. Auch für mich sind die Dresden Open in der Regel der erste sportliche Härtetest nach der Wintervorbereitung. In diesem Jahr war dieses Turnier jedoch weit mehr als ein Saisonstart: Es wurde zu einem Meilenstein.

Gemeinsam mit dem Dresdner Karate Team ist es gelungen, bei einem offiziellen Turnier erstmals eine neue Wettkampfform an den Start zu bringen: Para-Karate Team Mixed. Ein Format, das sportlich überzeugt, strukturell klar ist und den Gedanken von Teamleistung konsequent in den Mittelpunkt stellt.

Para-Karate Team Mixed – Leistung im Teamformat

Das Wettkampfformat Para-Karate Team Mixed ist einfach erklärt, aber anspruchsvoll in der Umsetzung. Jedes Team besteht aus zwei Athleten: einer Athletin oder einem Athleten mit Handicap und einer nicht behinderten Athletin oder einem nicht behinderten Athleten. Beide absolvieren jeweils ihre Kata – unter denselben Wettkampfbedingungen wie im Einzel.

Die Kampfrichter bewerten jede Kata separat. Anschließend werden die Gesamtpunktzahlen der beiden Teammitglieder addiert. Dieses kombinierte Ergebnis entscheidet über Sieg oder Niederlage im direkten Vergleich. Es zählt also nicht die Einzelleistung isoliert, sondern die gemeinsame Performance als Team.

Bei den Dresden Open 2026 waren insgesamt elf Teams gemeldet. Diese wurden zunächst in Gruppen eingeteilt, in denen jedes Team gegen alle anderen antrat. Der jeweilige Gruppensieger qualifizierte sich für das Halbfinale, anschließend wurde im K.-o.-System um die Platzierungen gekämpft.

Team „Double Stake“: Zusammenarbeit, Fokus und Vertrauen

Meine Teampartnerin in diesem neuen Format war Joy Berner. Wie es sich für einen Teamwettbewerb gehört, sind wir auch mit einem eigenen Namen an den Start gegangen: Double Stake. Bereits im Vorfeld habe ich versucht, dieses neue Wettkampfformat im Rahmen meiner Möglichkeiten über Social Media sichtbar zu machen – nicht als Sonderform, sondern als konsequente Erweiterung des bestehenden Wettkampfsystems.

Die Zusammenarbeit mit Joy war vom ersten Moment an sehr harmonisch. Der sportliche Austausch, das gegenseitige Vertrauen und die gemeinsame Fokussierung auf die Wettkämpfe haben dafür gesorgt, dass ich mich als Teil dieses Teams durchgehend wohlgefühlt habe. Genau dieses Gefühl hat sich letztlich auch auf der Matte widergespiegelt.

Mit Platz 2 in der Endabrechnung haben wir ehrlich gesagt nicht gerechnet. Umso deutlicher wurde im Nachgang, worauf es bei diesem Format ankommt: ein funktionierendes Zusammenspiel, ein gemeinsamer Rhythmus und eine klare Konzentration auf die eigene Aufgabe – unabhängig davon, wer im Team welche Rolle übernimmt. Gute Kontakte unter Athletinnen und Athleten zu haben, zahlt sich hier ganz konkret aus.

Mehr als ein Turnier

Die Dresden Open 2026 haben gezeigt, welches Potenzial in neuen Wettkampfformen steckt, wenn sie sportlich sauber gedacht und strukturell professionell umgesetzt werden. Para-Karate Team Mixed ist kein Experiment, sondern eine konsequente Weiterentwicklung des Karate-Wettkampfsports – leistungsorientiert, teambezogen und anschlussfähig an bestehende Strukturen.

Ein großes Dankeschön geht an Joy. Ohne sie wäre dieses Ergebnis in dieser Form nicht möglich gewesen. Ebenso gilt mein Dank dem Dresdner Karate Team, das den Mut hatte, neue Wege zu gehen und diesen Rahmen geschaffen hat. Die Dresden Open 2026 werden mir nicht nur als Saisonauftakt, sondern als echter Wendepunkt in Erinnerung bleiben.


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